
Etwa zwei Kilometer nach der grünen Ebene lag Landro an der Straße, die von Cortina d'Ampezzo nach Toblach führt.
Die einzig befahrbare Straße, die schon zur Zeit der Kreuzzüge bestand, war nichts als ein bescheidener Karrenweg.
In der Mitte des 17. Jahrehundert wurde sie auf mehr als zweienhalb Meter verbreitert.
Nach fast zwei Jahrhunderten
veranlasste Österrreich dann im Jahre 1829, den Bau einer neuen großen Straße: die Alemagnastraße. Sie war auf eine Initiative
des Erzherzog Ranieri, dem Bruder Kaiser Franz I. und Vizekönig vom Lombardischen-Venetianischen Reiches zu verdanken.
Am 3. Mai 1832 wurde sie zur "k.u.k. Poststaße" ernannt. Auf ihr verkehrten die Kutschen bis 1914.
Für Kriegszwecke wurde mit dem Bau einer einspuringen Elektrischen Eisenbahn begonnen. Zwischen 1919 und 1920 wurde die Bahnlinie
bis Calalzo di Cadore erweitert.
Landro wurde Schauplatz des Ersten Weltkrieges. Am Südrand der Wiese verlief zweienhalb Jahre lang die Linie der italienischen
Vorposten.
Das kleine Dorf am Schluderbach wurde um 1860 schnell bekannt, als die Alpenisten die Schönheit der Dolomiten entdeckten.
Vor seiner Zerstörung war Landro ein "Hoteldorf". Es war bekannt für seine Schönheit, seine Ruhe und vor allem
auch wegen seines Spezialbieres, das damals sehr begehrt war. Landro entwickelte sich zu einem bekannten Touristenziel.
Wichtige Persönlichkeiten, wie der König von Belgien, erholten sich gern in Sicht der Drei Zinnen. Der belgische König
ließ sich 15 Jahre lang eine Villa reservieren.
In der ersten Monaten des Ersten Weltkrieges wurde die hübsche Ortschaft vollkommen dem Erdboden gleichgemacht.
Ursprünglich war Landro nur eine kleine Poststation. Jedoch war sie die einzige Station zwischen Toblach und Cortina an der ein
regelmäßiger Pferdewechsel stattfand. Der erste Postmeister war Johann Baur, der später zum geschätzten Gastwirt wurde.
Er baute hinter den Pferdeställen ein kleines aber ausgezeichnetes Gasthaus. Später kamen beträchtliche Erweiterungen hinzu.
Heute steht im ehemaligen Dorf ein modernes in die Landschaft der Berge sich gut eingepasstes Hotel mit allem
Komfort und einen meist herrlichen Blick auf die drei Zinnen. In unmittelbarer Nähe erheben sich auf der Ostseite
des Tales der Rautkofel und der Monte Piano, auf der Westseite
die Srtudelköpfe.Hier ist der Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Bergtouren.
Im Hotel "Drei Zinnen" wird die Hoteltradition der Baurs fortgesetzt in dem auch heute die Gäste liebevoll und freundlich
bewirtet werden.
